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Versalie Rechtsfragen rund um den Baum

Baum auf der Grenze – Sturmschaden entzweit Nachbarn:

Normal haftet der Grundstückseigentümer für Folgeschäden, wenn ein Baum bei Sturm umstürzt. Die Frage ist, wer haftet, wenn ein solcher Baum auf der Grenze zwischen zwei Grundstücken stand?
Mit dieser Frage befasste sich kürzlich der Bundesgerichtshof:

Anlass war der Umsturz eines maroden Baumes, der auf der Grenze zwischen zwei Grundstücken stand und bei Sturm auf das Haus von einem der beiden Eigentümer gestürzt war. Der Geschädigte verlangte von seinem Nachbarn eine Beteiligung an dem Schaden. Grund: er sei für den nicht verkehrssicheren Zustand des Baumes mitverantwortlich. Der oberste Gerichtshof entschied folgendermaßen:
Bei Bäumen gilt ein vertikales Eigentumsrecht. Für den beschriebenen Fall bedeutet dies, dass jeder Grundstückseigentümer die Baumteile besitzt, die sich auf seinem Grundstück befinden. Um diese Baumteile muß sich jeder Eigentümer selbst kümmern, so auch der Einhaltung der Verkehrssicherung. Für das aktuelle Beispiel hieß dies, dass der Nachbar dem Geschädigten Schadenersatz in Höhe von ca. 50.000 Euro zahlen musste, da beide Baumbesitzer nicht ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen waren.
(Bundesgerichtshof, Aktenzeichen V ZR 33/04)


Letzte Aktualisierung:   
04.03.2016 13:17    

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